Dienstag, 6. Januar 2015

Kosmische Einsichten - Persönliche Gedanken

Kosmische Einsichten - Persönliche Gedanken



Arbeitsdokument, Zuletzt geändert 29.05.16

Universum =
Was versteht man, verstehe ich unter dem Begriff Universum:
Der Begriff Universum wird Heute hauptsächlich auf zwei Arten interpretiert =

Universum = Ein unendlicher Raum, Gebiet in dem auch wir und unser Sonnensystem sich befinden, sowie alles Andere. Universum beschreibt also eigentlich einfach gesagt alles, uns mit inbegriffen, was mit uns zusammen existiert – sozusagen eine Welt im Grossen – sowie wir den Begriff Global bei uns auf der Erde verwenden.

Universum = Wie oben, aber mit der Vermutung, dass es nicht nur ein Universum gibt, sondern gleich mehrere. Wobei dann in jedem Universum eine bestimmte Gesetzmässigkeit der Naturkonstanten vorherrscht. Es gibt also nicht nur eine Welt im Grossen, sondern viele davon, und keine ist der anderen Gleich. Diese Deutung ist auch bekannt unter Multiversum oder Viele Welten Idee.

Universum = In meiner Deutung =
Ich favorisiere den Gedanken, das es nur eine Welt im Grossen gibt, also ein Universum, oder ein Ort, an dem wir und alles Andere sich befindet. Obwohl ich auch der Auffassung bin, dass es innerhalb dieses Universums unzählige Orte für ganz verschiedene Naturkonstanten gibt, dass es Leben nicht nur in der uns von der Erde her bekannten Form und Zusammensetzung gibt, sondern in für uns auch unvorstellbaren Arten und Formen. Man könnte meinen, dies wiederspräche sich meiner ersten Vermutung – das es nur ein Universum gibt – doch ich bin der Meinung, dass dies alles auch in einem Universum Realität sein kann. Und zwar aus dem Grund, dass dieses ja, zumindest für unseren menschlichen Verstand, eine unendliche Ausdehnung besitzt, also demnach auch unendlich viele Möglichkeiten für die Entstehung von Leben und dessen Umgebung besteht(Hierzu auch mehr unter Leben oder die Voraussetzungen für Leben).
Anderst ausgedrückt, für die Annahme, dass es Leben in verschiedenster Form und Umgebung und mit den verschiedensten Naturkonstanten gibt, braucht man keine Theorie von Multiversen, welche zudem noch total voneinander abgeschnitten sind, und es somit auch theoretisch auf immer und ewig nie eine Chance auf Kontakt, welcher Art auch immer, geben kann.

Leben – Voraussetzungen für das Entstehen von Leben – Wie und Warum?

Eine der Naturkonstanten - Gesetzmässigkeit oder Feinabstimmung des Universums lautet ohne Wenn und Aber, dass es die Möglichkeit für die Entstehung, für die Entwicklung von Leben (Nicht nur in der uns bekannten Form von der Erde) gibt – ansonsten wären wir nicht Hier und würden uns zum Beispiel über dies Gedanken machen.
Ich bin momentan von den Ideen der Quantentheorie und dem anthropischen Prinzip angetan(jedenfalls teilweise), vor allem der Theorie über das Wie und Warum des Entstehens von Leben.

Anthropisches Prinzip =
Schwaches anthropisches Prinzip:
Das Universum muss so beschaffen sein, dass es uns gibt …“
Ich tendiere zu dieser Idee, zumindest mit der folgenden Ergänzung:
Das Universum muss so beschaffen sein, dass es Leben geben kann.“
Starkes anthropisches Prinzip:
Das Universum wurde so geschaffen, dass es uns geben wird …“
Diese Idee kann ich nicht unterstützen, sie besagt ja eigentlich nichts anderes, als das Jemand oder Etwas als Verursacher, als Schöpfer (Gott) für die Existenz von Leben verantwortlich ist.

Das Leben ist nicht Realität, weil es einen Grund oder einen Verursacher (z.B. einen Gott) dafür gibt, sondern das Leben ist darum Realität, weil es dafür in den Naturkonstanten als Möglichkeit vorgesehen ist, genauso wie die weiteren Möglichkeiten, wie unsere Umgebung aufgebaut ist und nach welchen Gesetzen diese funktioniert. Kurz gesagt, diese Idee geht davon aus, das es am Anfang lediglich jede Menge Möglichkeiten gab, aber nichts davon Realität war – also eine difuse Welt, eine Welt des Unbestimmten Nichts, nicht Nichts im Sinne von absolut gar nichts, sondern eben eine reine Welt der theoretischen Möglichkeiten.
Wie diese sich dann entwickelt haben, wurde von Zufall und vor allem dem unabdingbaren Zusammenspiel von Universum und Leben bestimmt. Hier geht diese Idee in faszinierender Weise davon aus, dass sich nichts von beidem, also weder das Universum, noch das Leben, sich auf sich alleine gestellt hätte entwickeln können. Sondern beide bedingten sich gegenseitig und erfuhren so erst die Veränderungen, die Entwicklung hin zu dem Zustand, wo wir uns das Universum anschauen. Dabei ist gerade das Anschauen, das Beobachten des Universums durch das Leben die treibende Kraft, oder wenn man so will auch Ursache, für die Verwandlung der difusen unbestimmten Welt in Realität – aus den theoretischen Möglichkeiten werden reale Zustände und Gegebenheiten.
Dies führt weiter zu einem Gedanken, der uns Heute bestimmt noch als viel zu phantastisch vorkommt, aber durch diese Idee eine reale Möglichkeit sein könnte: Bedingt durch das Zusammenspiel von Leben und Universum, oder anders ausgedrückt durch Leben und dessen Umgebung(Im kleinen bei uns auf der Erde, wie auch im Grossen mit allem Anderen nicht lebendigen, sprich Planeten, Sterne, Galaxien...), haben wir als ein Glied des Lebens nicht nur die Fähigkeit das Universum und dessen Naturkonstanten zu verstehen zu versuchen, sondern haben auch die Möglichkeit, aktiv in die Entwicklung einzugreifen, etwas übertrieben gesagt, nichts ist mehr unmöglich – was uns Heute als eine absolute Unmöglichkeit erscheint, ist nichts anderes, als eine von uns noch nicht als solche erkannte, bereits theoretisch vorhandene Möglichkeit. Darum ist es auch von so herausragender Wichtigkeit, dass das Leben sich mehr und mehr Wissen über das Universum verschafft, das wir nicht aufhören zu Beobachten: Denn nur wenn das Leben das Universum beobachtet, besteht die Chance auf ein Real werden der difusen unbestimmten Möglichkeiten …

Angeregt zu diesen Gedanken zu Universum und dem Leben, wurde ich unter anderem, durch die Lektüre des Buches „Das verständliche Universum – Wie unsere Wirklichkeit entsteht“ von Andreas Mücklich.

Ein Blick ins Universum, auf Planeten, Sterne, Galaxien und alle Objekte, ist ein Blick in die Vergangenheit
= Bereits mit Auswirkungen innerhalb unseres Sonnensystems:
Beispielsweise, die Sonne würde urplötzlich ausgehen - Wir auf der Erde würden dies erst nach 8 Minuten bemerken. Ausserhalb unseres Sonnensystems dann erst recht mit gravierenden Auswirkungen:
Wir, wie alle übrigen potentiellen Zivilisationen , sehen jeweils nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Leben des Universums
= Viele der für uns Heute zwar sichtbaren Objekte existieren in Wirklichkeit vielleicht gar nicht mehr,
andere Objekte sind bereits so weit von uns entfernt, dass das Licht ein kaum zu gewinnendes Rennen gegen die Zeit zu absolvieren hat - bis es uns erreicht, gibt es die Menschen, die Erde und das ganze Sonnensystem womöglich gar nicht mehr =
Der Blick auf all die Objekte im Weltall, auf das Universum, ist also wie ein Blick auf Bilder von verstorbenen Menschen, Dinge die mal waren:
Wir können zwar dadurch, dass wir Objekte aus der Vergangenheit Heute sehen können, die Gesetze des Universums ein klein wenig austricksen - wir sehen Objekte, die wir nie aus eigener Kraft besuchen könnten - doch eine Konstante bleibt unveränderlich: immer werden wir die Vergangenheit sehen, niemals die direkte Gegenwart und die Zukunft:
= Beispiel - Wären wir auch in der Lage, von der Erde aus eine bemannte Marsmission mit einem Super-Teleskop visuell zu verfolgen, so würden wir niemals die direkte Gegenwart sehen - winkt einer der beobachteten Astronauten uns zu, so sehen wir dies erst mit bis zu 22 Minuten Verzögerung, sprich wenn wir es sehen, dann macht der Astronaut bereits etwas ganz anderes... und dies obwohl der Mars aus kosmischer Sicht sozusagen bei uns vor der Haustüre ist
Unser Universum dehnt sich beständig aus = Es begann als viel kleineres Objekt (Urknall-Singularität)
= Im Umkehrschluss waren alle Objekte einmal viel näher beisammen
= Aus den folgenden Gründen können wir daher Heute Objekte sehen, die sich weit hinter dem Beobachtungshorizont befinden und eigentlich unsichtbar sein sollten:
1. Die Objekte befanden sich, zum Zeitpunkt wo das Licht auf die Reise geschickt wurde, vor dem Beobachtungshorizont:
= Wir sehen die Objekte von Damals, nicht von Heute - Das sie weit jenseits des Beobachtungshorizontes sind, können wir nur mit der Messung der Rotverschiebung und der Hubble-Konstante ermitteln
2. Die Objekte befinden sich jenseits des Beobachtungshorizontes direkt hinter einem Massenreichen Objekt, wie einem Galaxien-Cluster welcher noch vor dem Beobachtungshorizont ist, und dieser fungiert für uns als natürliches Vergrösserungsglas - Gravitationslinsen-Effekt genannt
= Auch hier gilt wie bei Punkt 1: Wir sehen die Objekte von Damals, nicht von Heute, aber wenn ich es richtig verstanden habe, sehen wir das Licht dieser Objekte viel früher (?) als es die Entfernung normalerweise zulassen würde oder nur deshalb überhaupt - weil wir diesen Gravitationslinsen-Effekt anwenden
= Ein Gravitationslinsen-Effekt ist für uns wie ein fernbedienbares Weltraum-Teleskop, sozusagen unsere Augen mit Blick in die scheinbare Unendlichkeit des Universums
Zivilisation = technisch und geistig hochentwickeltes Leben, mit der Fähigkeit über Funk zu kommunizieren(Künstliche Radiowellen/Signale verraten unsere Existenz), in der Lage über sich selbst und das Universum nachzudenken
Die Menschheit befindet sich erst seit kurzem im Stadium einer Zivilisation, optimistisch* gesehen seit 114 Jahren
= Die ersten Radiowellen/Signale, welche auf der Erde produziert wurden, haben aktuell eine Entfernung von 114 Lichtjahren oder 34,9525561899 PC in alle Richtungen von der Erde aus erreicht:
Dort gibt es z.B. den 5 Milliarden Jahre alten Stern HD 46375, welcher mit HD 46375 b einen Exoplaneten besitzt
*optimistisch, da in den ersten Jahren mit sehr kleinen Sendeleistungen und nicht so oft gesendet wurde, ganz im Gegensatz zu Heute
= Alle womöglich existierenden anderen Zivilisationen innerhalb dieser Entfernung haben sie theoretisch empfangen
= Die erste Mondlandung mit Menschen im Jahre 1969, b.z.w. die Radio-Aktivität dieser Mission hat eine Entfernung von 45 Lichtjahren oder 13,7970616539 PC um die Erde erreicht:
= Nur diejenigen Zivilisationen in diesem Radius könnten theoretisch wissen, dass die Bewohner des Planeten Erde nun in das Raumfahrtzeitalter eingetreten sind
Unser Universum dehnt sich beständig aus = Es begann als viel kleineres Objekt (Urknall-Singularität)
Wenn etwas mal begann, wird es auch einmal vergehen = Unser Universum im jetzigen Zustand ist Endlich
Licht und alle Materie im Universum kann sich nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen
Das Universum selbst, der Raum, der Hintergrund, kann sich schneller als Licht bewegen (Inflationstheorie)
Energie wird aus Unterschieden in den Zuständen, wie Temperatur, gewonnen = Austausch, keine "Produktion"
Voraussetzungen für die Entstehung von Leben sind im gesamten Universum gegeben
Es gibt weitere Sonnenähnliche Sterne neben unserer Sonne =
Nur ein Stern, wie unsere Sonne, "lebt" lange genug um neben den folgenden Voraussetzungen auch zwei der wichtigsten erfüllen zu können:
Energieversorgung der Planeten mit genau der richtigen Menge an Energie über möglichst lange Zeit
Sicherstellung von "genug Zeit" für eine Evolution von Leben
Es gibt weitere Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems
Es gibt weitere Erdähnliche Planeten (Felsplaneten, feste Planeten)
Es gibt weitere Erdähnliche Planeten in der Habitablen Zone um ihren Stern
Das Universum beherbergt weitere Zivilisationen
Ein direkter Kontakt, auch via Funk Kommunikation, ist extrem schwierig und unwahrscheinlich, nicht unmöglich:

Problem - Vermutlich riesige Entfernungen mit dem kosmischen Tempolimit Lichtgeschwindigkeit(Je weiter Zivilisationen voneinander entfernt sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie miteinander in Kontakt treten können - da bedingt durch das kosmische Tempolimit und der ständigen Expansion unseres Universums diese Zivilisationen jeweils in einer Zeit für sich alleine leben, sozusagen Gefangene von Raum und Zeit sind) und gegenseitiges nicht Erkennen können (Wir kennen nur unser Leben von der Erde, das Leben kann und wird jedoch in unendlich vielen Formen und Möglichkeiten in Erscheinung treten, so dass wir es womöglich gar nicht als solches erkennen), sowie das Risiko einer Selbstzerstörung bei einer technisch hoch entwickelten Zivilisation(Eine solche könnte ganz einfach nicht genug lange überleben um auf andere oder auf sich selbst aufmerksam zu werden, sprich das bisherige nicht Finden von ausserirdischen Signalen könnte schlicht bedeuten, dass man nicht zur selben Zeit mit einer anderen Zivilisation existiert)

Hoffnung - Andere Zivilisationen gibt es bereits in Entfernungen, welche mit den technischen Mitteln, wenigstens in der Zukunft, für einen Kontakt überbrückt werden können. Durch Erweiterung unseres Wissens und unseren Fähigkeiten könnten wir in der Lage sein, mehr als nur uns als Leben zu erkennen - und vielleicht entdeckt man dann "Ausseridisches Leben", das viel näher bei uns ist als wir dachten. Nur wenn wir dies können, werden wir eines Tages in der Lage sein Leben ausserhalb unserer Erde zu entdecken, wir sind darauf angewiesen möglichst in unserer näheren Nachbarschaft auf Leben aufmerksam zu werden, um die unbarmherzigen Gesetze des Universums, vor allem der Expansion, umgehen zu können. Denn weder wir, noch irgendeine andere Zivilisation kann diese Gesetze durchbrechen, die Tatsache dass potentielle Zivilisationen entweder bereits in der Vergangenheit sind, also mit hoher Wahrscheinlichkeit längst nicht mehr existieren, oder in der Zukunft, also sich noch gar nicht erst haben entwickeln können.

Ich nenne diese Gesetze unbarmherzig, da sie uns vor Augen führen, dass wir zwar die Möglichkeit haben uns Gedanken über das Universum als Ganzes und andere Zivilisationen zu machen, aber durch die Gesetze von Raum und Zeit jeweils in einer eigenen, kosmisch gesehen kleinen, ja winzigen Raumzeit-Blase gefangen sind.
Und diese wird durch die ständige Expansion des Universums auch noch immer kleiner, sprich unser Horizont des Erkennens, etwas Finden und Entdecken könnens, nähert sich uns - auch wenn wir ohne Zweifel zu noch so tollen Fortschritten in allen Bereichen fähig sind: Wir sind und bleiben Gefangene von Raum und Zeit.

Quellen

Wikipedia
http://abenteuer-universum.de/stersterne/bl3.html
http://www.mabo-physik.de/black_holes.pdf
http://www.swr.de/blog/1000antworten/antwort/11652/laut-einstein-vergeht-die-zeit-langsamer-je-schneller-man-sich-bewegt-wurde-bei-lichtgeschwindigkeit-die-zeit-fur-mich-stehen-bleiben/
http://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-6509/10705_read-24126/
http://exoplanets.org/
http://www.scilogs.de/go-for-launch/kepler-715-neue-exoolaneten-entdeckt/
http://kepler.nasa.gov/Mission/discoveries/
http://www.bbc.com/future/story/20120821-how-many-alien-worlds-exist
http://abenteuer-universum.de/
http://www.seti-germany.de/drake/gleichung.htm
http://www.weltderphysik.de/
Harald Lesch/Jörn Müller, Kosmologie für Fussgänger, Goldmann
**Marcus Chown, Das Universum und das ewige Leben, dtv premium
Lawrence M.Krauss, Ein Universum aus Nichts...und warum da trotzdem etwas ist, Knaus
http://www.takimo.de/lexikon/evolutio.html
http://www.wischekeiler.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=226
http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2010/09/19/wie-gross-ist-das-beobachtbare-universum/
http://stellariumblog.blog.de/2013/10/21/beobachtbare-universum-16643931/
http://www.hg-klug.de/mrganz/kosmo/kosmo.html
http://www.dlr.de/next/desktopdefault.aspx/tabid-6738/11073_read-25276/
http://www.andromedagalaxie.de/html/galaxien_erforschung.htm
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/
http://m.schuelerlexikon.de/mobile_physik/Das_heliozentrische_Weltbild.htm
http://www.astrokramkiste.de/erde-zukunft

http://www.navigator-allgemeinwissen.de/

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